Schäden des Jahrhundertunwetters in Oranienburg

Aktueller Stand und Spendenaufruf

Seit dem 24. Juli regnet es wieder stärker im Landkreis Oberhavel. Unsere Ackerflächen stehen erneut unter Wasser, wodurch wir keine Jungpflanzen ins Freiland setzen können. Die Ernte von Kartoffeln, Lagermöhren, Pastinaken und Lagerkohl wird dieses Jahr voraussichtlich ausfallen.
Den gesamten Umfang der Schäden können wir aber noch nicht absehen. Als kleiner Biobetrieb können wir diesen Schaden nicht alleine tragen. Wir bitten daher um Unterstützung:

Spenden auf folgendes Konto:
Matthias Anders – DE 511 605 0000 37 400 32 129 – BIC: WELADE D1 PMB – MBS Potsdam

mit Paypal

Entwicklungen der letzten Wochen

Am 29.06.2017 wurde Oranienburg von einem großen Jahrhundertunwetter erfasst. Es hat in kürzester Zeit so viel geregnet wie sonst in einem halbem Jahr (300mm).

Da unser Grundwasserspiegel grundsätzlich ziemlich hoch ist, stand trotz des Einsatzes von mehreren Pumpen das Wasser mehr als zwei Wochen auf großen Teilen des Ackers. Nachbarwiesen und Kanäle sind gesättigt.

Die meisten Pflanzen standen mehrere Tage unter Wasser bzw. in einem sehr feuchten Boden. Unser Wurzelgemüse (vor allem Möhren und Kartoffeln) ist im Boden verfault bzw. löst sich auf. Die Kohlpflanzen ragten aufgrund ihrer Größe zwar aus dem Wasser, sind nun jedoch erschlafft bzw. sterben ab, weil ihre Wurzeln unter Wasser keine Luft bekommen. Viele Kräuter und Salate fangen an zu faulen oder haben akute Staunässeschäden und können nicht mehr geerntet werden.

Wanted: Sonne! Und Ratschläge solidarischer Unterstützer

Das Ausmaß des gesamten Ernteausfalls, bzw. den zur Rekultivierung und Sanierung benötigten Aufwand scheint unsere Kapazitäten zu übersteigen und gefährdet die Existenz unseres Betriebs. Wir wollen aber nicht aufgeben, möchten unser Bodenleben retten sowie die jetzt noch lebenden Pflanzen und Kulturen. Außerdem wollen wir unser GärtnerInnen-Team zusammenhalten und zumindestens die Grundversorgung der 140 Haushalte sichern, die zu unserer SoLaWi gehören.

Daher suchen wir nach Kontakten zu Gemüsebaubetrieben und Unterstützern der solidarischen Landwirtschaft in Umgebung Berlin/Brandenburg, die Erfahrung mit Unwetterschäden haben oder einen kleinen Anteil ihrer Ernte teilen können. Hat jemand schon ähnliche Situationen erlebt und kann fachlich beraten?

Unsere 5 GärtnerInnen, eine Auszubildende, 2 Aushilfskräfte, ein Fahrer und ein FÖJler sind  dankbar über jegliche Ratschläge, die Verbreitung unseres Spendenaufrufs und viele Sonnenstrahlen!

Infos bitte an: biokraeuterei@posteo.de

 


Bericht MärkischeOnlineZeitung

Bericht Oranienburger Generalanzeiger