Bericht vom Feld

Kälte in Mai

Im Mai und Juni ist die Hauptpflanzzeit im Gemüsebau. 2019 war es in Brandenburg  im Mai  im Durchschnitt um 5° C  kälter als 2018. Im April war es ähnlich. Das schließt etliche Frosttag bzw. Morgenfröste mit ein. Vorletzte Woche, am Mitmachtag, gab es morgens noch Kälteschäden beim Basilikum, da die morgendliche Temperatur bei 2° C lag. Die eintretende Hitzeperiode schaltet gefühlt alles auf Sommer um. Hinzu kommt noch, dass die globalisierte Versorgung von allen möglichen Gemüsen und Früchten über die Autobahn und Ozeane dazu beiträgt, dass wir das Gefühl für ein saisonales Wachstum verlieren bzw.  nicht entwickeln können. Die Pflanzen benötigen ihre Zeit zum Wachstum, was wir auch aus Qualitätsgründen nicht beschleunigen wollen.
Wer heute eine Gurke genießt, kann sicher sein, dass sie einen langen Reiseweg hinter sich hat oder in einem wohlbeheizten Gewächshaus kultiviert wurde. Die Regengüsse waren wunderbar, und viele Kulturen starten durch. Das trifft auch für unser Team zu, das jetzt die größten Arbeitsspitzen zu bewältigen hat. 

Frost und Bestand am Kw 20

Trotz fürsorglichster Pflege, bestem gärtnerischem Know How und jeder Menge Liebe, haben aktuell die Kohlrabi und der Spinat einige Probleme. Der Spinat sah wunderbar aus, bis zum Kälteeinbruch in den letzten zwei Wochen. Wir haben hier tatsächlich nochmal -3,5°C gemessen. Und das in geschützter Lage. D.h. auf exponierten Ackerflächen gab es sicher Richtung -5°C. Das ist auch für Anfang Mai durchaus kein Ding der Unmöglichkeit.

Letzte Woche dann hat uns der Spinat gezeigt, was er davon hielt. Gelbe Blätter, Läusebefall, Notblüte. Das volle Programm. Aber nicht an allen Pflanzen. Einige schienen sich wenig vom Stress beeindruckt. Einmal mit dem Spaten nachgeschaut, zeigt sich das Problem. Die Gare des Bodens ist nicht einheitlich bzw noch nicht an allen Stellen so wie wir und auch ihr sie gerne hätten oder hättet. Das Bild zeigt deutlich wie streßresistent eine gesunde Pflanze mit viel Wurzelmasse in einem gesunden Boden ist.

Der Spinat war so ziemlich die erste Freilandkultur. Einige unserer Kulturtechniken konnten aufgrund des kalten Wetters und des Zeitdrucks nicht durchgeführt werden. So wurde das Beet auf herkömmlichem Weg vorbereitet. D.h. Bewuchs wie im Lehrbuch einfräsen anstatt des Einschälens mit anschließender Flächenrotte.

Hier zeigt sich eindrücklich wie wichtig und auch erfolgreich unsere Maßnahmen gerade sind. Ohne regenerativer Landwirrtschaft würden sicherlich alle Spinatpflanzen wie die rechte im Bild aussehen.

Der Kohlrabi kommt aus dem Gewächshaus. Auch hier vermute ich eine schlechte Bodengare. Ebenso hauptsächlich durch den frühen Anbau. Mikrolebewesen bleiben einfach zu faul wenn es ihnen zu kalt wird. Dadurch bleibt auch der Boden nicht so belebt wie zur wärmeren Zeit.

Die Kohlrabi wurden mehrheitlich im Jugendalter von verschiedenen Insekten angeknabbert. Also in einem Stadium in dem die Verdickung des eigentlichen Kohlrabi noch gar nicht zu sehen ist. Beißt da nun ein Insekt mit seinem winzigen Maul hinein entsteht eine winzige Narbe, die aber leider mitwächst und den Kohlrabi sehr unschön aussehen lässt. Aus einem Millimeter Biss wird dann schnell eine mehrere Zentimeter große Narbe oder gar ein komplett verstümmelter Wuchs. Geschmacklich lässt sich kein Unterschied feststellen. Es ist nur die Optik betroffen, schließlich haben es die betroffenen Pflanzen geschafft sich aus eigener Kraft von den Plagegeistern zu befreien und einen stabilen Wuchs zu bilden, wenn auch mit Narbengesicht.

Gärtner – Tagebuch April

Es ist wieder soweit, es ist viel passiert in der Natur. Überall wo es Wasser gibt sieht man sattes grün. Nach einigem zögern, nach dem doch recht milden Winter, hat die nächste Vegetationsperiode begonnen. Es gab viele warme und sonnige Tage im April. Auch wir genießen das. Die Trockenheit ist jedoch unglaublich.

Unseren Regenmengenmesser habe ich wegen vorheriger Frostgefahr und anhaltender Faulheit erst letzte Woche aus dem Winterlager wieder an seinen Bestimmungsort gebracht, was kein Problem war da es eigentlich weder nennenswerten Frost noch Niederschlag gab. Lustiger weise gab es gleich in der folgenden Nacht einen mehrsekündigen Regen. Der das Wasser jenseits der ablesbaren Niederschlagsskala als kreisrunden Tropfen im Messgerät ansteigen ließ.  Immerhin mehr als die Wochen zuvor.

Was für uns meist als angenehm empfunden wird stellt für die Natur einige Probleme dar. In den letzten Tagen gab es etwas Regen und man sieht wie alles Grüne vor der Tür wörtlich explodiert. Es ist eine wichtige Zeit im  Jahr. Das leben startet vielerorts in eine neue Runde. Überall keimt es, die pflanzen gedeihen und sprießen überall nach einiger Winterruhe. Dies benötigt zu Beginn viel Energie um Blätter, Blüten und oder wurzeln auszutreiben. Durch Wassermangel kommen diese Prozesse ins stocken. Auf der anderen Seite gibt es durch den milden Winter auch viele hungrige tierische Münder die wie auch wir auf das tolle Grün stehen. Eigentlich stehen sie vielmehr auf das schlappe grün. Eine gesunde Pflanze ist durchaus in der Lage sich erfolgreich gegen Schädlinge zu wehren. Jedoch wird das die gesündeste Pflanze und ihre mikrobiologischen Helfer ohne Wasser nicht hinbekommen.

Soviel zum April. Es gab soweit ich gemessen habe einen Monatsniederschlag von 12 l/m². Ich beobachte jedoch auch, wie der Boden durch die regenerative Bewirtschaftung zunehmend an Struktur gewinnt und an manchen stellen schon schwammartig aussieht. Ein Prozess der abschließend sicherlich Jahre andauern wird. Jedoch, wenn ich die Böden dieses Jahr mit dem zustand des letzten Jahres zu dieser Zeit vergleiche, hab ich den ganzen Tag ein lächeln im Gesicht. Und das nach einem Jahr regenerativer Bewirtschaftung.

In diesem Sinne…. Weitermachen

Landwirtschaft mit Konzept

Was steckt hinter all den kostbaren Kräutern und Gemüsen, die rund um dem Ruppiner Kanal gedeihen? Nach vielen Überlegungen, haben wir unseren neuen Flyer zusammengestellt, der gleichwohl eine Zusammenfassung von unserer komplexen Arbeit darstellen soll. Viel Freude beim Lesen und gerne einfach herunterladen und weiterverbreiten!

Infoveranstaltung Anbaujahr 2019/2020

Lust auf die Versorgung mit frischem Biogemüse aus der Region?

Foto: @Michaela Zischek/ wenigeristfair

Solidarische Landwirtschaft bedeutet, dass sich Verbraucher und Erzeuger zusammenschließen, um gemeinsam Verantwortung für ihre Lebensmittel zu übernehmen. Dabei finanzieren die Mitglieder mit einem monatlichen Beitrag den Betrieb und werden dafür wöchentlich mit frischem Gemüse und Kräutern beliefert.

Die BioKräuterei Oberhavel versorgt auf diese Weise bereits seit vier Jahren ganzjährig Menschen aus Oranienburg, Birkenwerder und Berlin.

Für die nächste Saison ab Mai 2019 wird die BioKräuterei wieder begrenzt neue Mitglieder aufnehmen können.

Wer daran Interesse hat und Näheres über den regionalen Bioanbau erfahren möchte, ist herzlich zur nächsten  Info-Veranstaltung eingeladen.

In Berlin Schöneberg

Wann?: Donnerstag den 28.02.2019 um 18.00 Uhr

Wo?: Elßholzstr. 13, 10781 Berlin, Seminarraum 

In Oranienburg

Wann?: Donnerstag den 21.03.2019 um 18.00 Uhr

Wo?: Kaffeetante, Kulturgebäude, Kremmener Str. 43, 16515 Oranienburg

 

Tag der Offenen Tür

Nachdem die Biokräuterei am letzten Tag der offenen Tür durch Schlamm geführt hat, lief die Bewässerung in diesem Jahr bei milden Temperaturen im Dauerlauf. Die Unwetterfolgen des letzten Jahres führten uns zu neuen Methoden der regenerativen Bodenbearbeitung, die wir in mehreren Feldbegehungen erklären konnten.

Während beim Quiz geknobelt wurde, hatten wir am Marktstand und den kulinarischen Ecken erfreulichen Zulauf. Ein herzliches Dankeschön geht an alle, die bei der Organisation geholfen haben.

           

Wir freuen uns sehr über das Interesse an unserem Betrieb und sehen uns nächsten Juli gerne wieder!

      Fotos: Annette Kühne

 

1. Juli 2018, 14 Uhr bis 18 Uhr

16515 Oranienburg – Tiergarten am Ruppiner Kanal Kuhbrücke 14

Am 1. Juli lädt die BioKräuterei zu einem Ausflug in die idyllische Tiergartensiedlung am Ruppiner Kanal ein: Am Tag der Offenen Tür können Besucher Näheres erfahren über den ökologischen Anbau, über besondere Wildsorten von Kräutern und Salaten und über Umweltbildungsangebote der BioKräuterei.

Außerdem wird die BioKräuterei darüber informieren, wie sie mit den Unwetterschäden umgegangen ist und welche Lehren daraus gezogen werden können. Des Weiteren gibt es ein bodenkundliches Informationszentrum. Neben Pestos aus eigenem Anbau erwartet die Besucher außerdem Wildkräutersmoothies und wohlschmeckende Kräuterzubereitungen.

Anfahrt:

Vom S-Bahnhof Oranienburg startet um 13.30 Uhr eine geführte Fahrradtour

Anfahrt per Auto

A100 Richtung Hamburg/Wedding – A111 oder A 114 (Hamburg/Oranienburg), Kreuz Oranienburg – B 96 (Stralsund/Oranienburg), Ausfahrt Kremmen/Germendorf/Oranienburg-Zentrum = 3. Ausfahrt, an der Ampel links abbiegen, Richtung Oranienburg, 1. Straße links abbiegen (beim Schild Annagarten, Hofladen), nächste Straße rechts in ‘ Unter den Eichen’ , links abbiegen (Kuhbrückenweg, Fortsetzung Elsenweg), am Ende der Straße rechts abbiegen (Tiergartensiedlung), an der Litfaßsäule auf dem Sandweg weiterfahren, nach 900 m auf die Kuhbrücke über den Ruppiner Kanal fahren. Die Gärtnerei befindet sich gleich links hinter der Kuhbrücke.

Ewige Kalender mit Gemüsen und Kräutern

Die Kalender sind über Email zu bestellen: info@biokraeuterei.de

zum Bestellformular

Der Ewige Kalender mit Gemüsen und Kräutern der BioKräuterei Oberhavel ist ein wunderschönes und sehr informatives Werk. Eine Einführung beinhaltet u.a. wesentliche Zusammenstellungen zu den Sekundären Pflanzenstoffen. 

Die Darstellungen der Gemüse und Kräuter mit den Monatseinteilungen sind apart und nach den botanischen Vorlagen gezeichnet und aquarelliert. Zeichnungen der Steckbriefe

Auf den Rückseiten der zwölf Kalenderblätter sind die jeweiligen „Steckbriefe“, sie enthalten wichtige Informationen über Inhaltsstoffe und deren Bedeutung; Frischhaltung, Verwendung und Zubereitungen werden empfohlen.

Dieser Ewige Kalender ist von einer Arbeitsgruppe der Genossenschaft BioAnbau Oberhavel konzipiert, fachlich fundiert und künstlerisch gestaltet worden. Der Verkauf diese Kalenders soll der BioKräuterei Oberhavel zu gute kommen, um mitzuhelfen die Verluste des vergangenen Unwetterjahres aufzufangen.  

Feiern zum guten Zweck

Über 1000 Euro Spende! Vielen Dank!

SoLaWiSoliSause
in der Zwille (Offener Raum an der TU Berlin Fasanenstr. 1, 10623 Berlin Z-Gebäude, 3. Obergeschoss)

Am Samstag den 27.1.2018 ab 19 Uhr

Programm Soli-Party
1. Floor (großer Raum)
19 Uhr Essen, Küfa mit Gemüse von der Biokräuterei
19.30 Uhr Info/Film Teil: Solidarische Landwirtschaft & die Überschwemmung der Biokräuterei Oberhavel 2017
21 Uhr Badass Mofuckeress( live Folk/Blues)
21.30 Uhr Markus Sommer ( live Liedermacher)
22.00 Uhr Lotte and Band (live 2 Songs)
22.30 Uhr Krypto Kosmetik (live Liedermacher Funk)
23.30 Uhr Jam Session
01.30 Uhr Martin (DJ Funk/Soul)
03.30 Uhr Noah (DJ Drum n Base)
2. Floor
23 Uhr Mo et Moi (live Electro)
0 Uhr Tom (DJ Deep House)
2 Uhr Can (DJ Techno)
4 Uhr Elena (Djane Experimental)

Der Sommer 2017 ist längst vorbei. Mit einigen Starkregenereignissen hat er in der
Landwirtschaft zu erheblichen Ernteausfällen geführt, deren Auswirkungen immernoch
spürbar sind.
Die Biokräuterei Oberhavel ist ein kleiner Gemüsebaubetrieb im Norden von Berlin
(Oranienburg). Mit einem recht hohen Grundwasserspiegel hatte diese Region besonders
mit dem Unwetter zu kämpfen.
Die Mitglieder der CSA-Gruppe (CSA = Community Supported Agriculture /
Solidarische Landwirtschaft), beziehen von dem Hof Gemüse und unterstützen ihn
mit einem festen Beitrag. Die enormen Schäden durch den Regen lassen sich damit
allerdings nicht ausgleichen. Um weiterhin ökologisch und nachhaltig angebautes Gemüse
unabhängig von Marktzwängen erzeugen zu können, ist die Biokräuterei daher auf unsere
aller Solidarität angewiesen.
Deshalb feiern wir zum guten Zweck und helfen damit alternatives Wirtschaften auch
weiterhin zu ermöglichen 🙂

Organisiert von Mitglieder der Solidarische Landwirtschaft Oberhavel

Infoveranstaltungen – Solidarische Landwirtschaft

Samstag, den 18. November um 11 Uhr  laden wir zu einer kurzen Einführung in die Solidarische Landwirtschaft ein und informieren über die Möglichkeiten von die BioKräuterei in Saison 2018/19 Produkten über diesen Weg zu beziehen. Alle Interessierten aus Region Oberhavel  sind herzlich willkommen.  Ort: Kaffeetante – Kremmener Straße 43
16515 Oranienburg.

Donnerstag den 23. November um 18 Uhr im Wedding folgt die Infoveranstaltung für die Interessierten aus Berlin. Das Baumhaus – Gerichtstr. 23 im Vorderhaus, 13347 Berlin – bietet uns dafür seine schönen Räumlichkeiten. Spenden sind für die Raum gern gesehen! (Danach gibt es auch ein „Zero Waste“ Bio-Buffet und weitere Möglichkeiten sich austauschen und an andere Programmen zu beteiligen.)

Themen:
– Was ist Solidarische Landwirtschaft? Wodurch unterscheidet sie sich von einer Biokiste?
– Was ist das besondere an der BioKräuterei Oberhavel?
– Was muss man vor dem Beitritt beachten?
– Und alle weitere Fragen, die die Teilnehmern noch interessieren.

 

Ein Monat Regen

Seit dem 29. Juni regnet es fast ununterbrochen. Ein Unwetter mit 300 Liter Wasser pro Quadratmeter innerhalb eines Tages hat auf vielen Flächen die Bodenstruktur zerstört. Das für die Wasserableitung notwendige Kapillarsystem wurde verdichtet, so dass die Pflanzen unter ständiger Staunässe leiden. Trotz des Einsatzes mehrerer Pumpen und Bodenlockerungsmaßnahmen haben wir keinen Schutz gegen den andauernden Regen. Auch die Neupflanzungen von letzter Woche sind schon wieder geschädigt.

Wir hoffen ganz fest auf besseres Wetter und warten auf den bestellten Folientunnel. Er bietet einen geschützten Raum für die Kompensationspflanzungen für die weitere Versorgung vor allem im Winter. Hierfür danken wir der BioAnbau Oberhavel eG herzlich!

Video am 26.07 – Eingesunken mit Schubkarre

Spenden auf folgendes Konto:
Matthias Anders – DE 511 605 0000 37 400 32 129 – BIC: WELADE D1 PMB – MBS Potsdam

mit Paypal

Schäden des Jahrhundertunwetters in Oranienburg

Aktueller Stand und Spendenaufruf

Seit dem 24. Juli regnet es wieder stärker im Landkreis Oberhavel. Unsere Ackerflächen stehen erneut unter Wasser, wodurch wir keine Jungpflanzen ins Freiland setzen können. Die Ernte von Kartoffeln, Lagermöhren, Pastinaken und Lagerkohl wird dieses Jahr voraussichtlich ausfallen.
Den gesamten Umfang der Schäden können wir aber noch nicht absehen. Als kleiner Biobetrieb können wir diesen Schaden nicht alleine tragen. Wir bitten daher um Unterstützung:

Spenden auf folgendes Konto:
Matthias Anders – DE 511 605 0000 37 400 32 129 – BIC: WELADE D1 PMB – MBS Potsdam

mit Paypal

Entwicklungen der letzten Wochen

Am 29.06.2017 wurde Oranienburg von einem großen Jahrhundertunwetter erfasst. Es hat in kürzester Zeit so viel geregnet wie sonst in einem halbem Jahr (300mm).

Da unser Grundwasserspiegel grundsätzlich ziemlich hoch ist, stand trotz des Einsatzes von mehreren Pumpen das Wasser mehr als zwei Wochen auf großen Teilen des Ackers. Nachbarwiesen und Kanäle sind gesättigt.

Die meisten Pflanzen standen mehrere Tage unter Wasser bzw. in einem sehr feuchten Boden. Unser Wurzelgemüse (vor allem Möhren und Kartoffeln) ist im Boden verfault bzw. löst sich auf. Die Kohlpflanzen ragten aufgrund ihrer Größe zwar aus dem Wasser, sind nun jedoch erschlafft bzw. sterben ab, weil ihre Wurzeln unter Wasser keine Luft bekommen. Viele Kräuter und Salate fangen an zu faulen oder haben akute Staunässeschäden und können nicht mehr geerntet werden.

Wanted: Sonne! Und Ratschläge solidarischer Unterstützer

Das Ausmaß des gesamten Ernteausfalls, bzw. den zur Rekultivierung und Sanierung benötigten Aufwand scheint unsere Kapazitäten zu übersteigen und gefährdet die Existenz unseres Betriebs. Wir wollen aber nicht aufgeben, möchten unser Bodenleben retten sowie die jetzt noch lebenden Pflanzen und Kulturen. Außerdem wollen wir unser GärtnerInnen-Team zusammenhalten und zumindestens die Grundversorgung der 140 Haushalte sichern, die zu unserer SoLaWi gehören.

Daher suchen wir nach Kontakten zu Gemüsebaubetrieben und Unterstützern der solidarischen Landwirtschaft in Umgebung Berlin/Brandenburg, die Erfahrung mit Unwetterschäden haben oder einen kleinen Anteil ihrer Ernte teilen können. Hat jemand schon ähnliche Situationen erlebt und kann fachlich beraten?

Unsere 5 GärtnerInnen, eine Auszubildende, 2 Aushilfskräfte, ein Fahrer und ein FÖJler sind  dankbar über jegliche Ratschläge, die Verbreitung unseres Spendenaufrufs und viele Sonnenstrahlen!

Infos bitte an: biokraeuterei@posteo.de

 


Bericht MärkischeOnlineZeitung

Bericht Oranienburger Generalanzeiger